Staufenbiel LastDown 3XL (V3) 4-Klappen Elektro-Segler von Staufenbiel mit einer Spannweite von 3.6m Artikel ist noch nicht fertiggestellt und wird noch ergänzt.
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Spannweite | Länge | Profil | Leergewicht | Preis |
3600mm | 1440mm | E-205 | 1650g | EUR 219.- |

AufbauFür EUR 219.- errhält man ein großes Paket, dass beim Aufmachen positiv überrascht. Im Vergleich zur V1 fallen viele Neuerungen auf: Winglets und Kabinenhaube aus GFK, eine geänderte Flächenaufnahme, modifizierter Rumpf (u.a. weist der Rumpf jetzt eine deutlich sichtbare Naht auf), geänderte Bespannung und die 40cm größere Spannweite (eine 3.2m Version gibt es nach wie vor). Insgesamt ist das Preis-/Leistungsverhältnis sehr ordentlich!
Der Aufbau selbst gestaltet sich unproblematisch. In den Rumpf kommen vorne Motor, Regler und ein Servo für das Seitenruder, das Höhenruderservo ist wieder an im Leitwerk (dies war bei der V2 anders). In die Flächenhälften sind jeweils zwei Servos einzubauen, eines für Quer- und eines für Wolbklappe. Servos der 11mm oder 13mm-Klasse sind hierfür möglich. Die Flächenhälften selbst bestehen jeweils wieder aus zwei Hälften, die zusammengeklebt werden. Der Tragflächenverbinder wurde geändert. Das Zusammenhalten der Tragflächen erfolgt jetzt über eine Feder, die etwas fummelig beim Aufbau ist, dafür wird aber eine Aufbauhilfe mitgeliefert. Der GFK-Stab wurde in der V3 durch einen längeren GFK-Stab ersetzt. Die Wölbklappen sind von oben her anscharniert (wie Querruder), dass hätte man in der V3 endlich beheben können, so sind max. 45° Ausschlag nach unten möglich (reicht aber).
Nach insgesamt ca. 10 Stunden ist der Aufbau erledigt, für die 3.6m braucht man dann doch etwas Platz in der Wohnung/Haus. TechnikDie V1 wurde dem "Berggott" am Karawankenblick geopfert, von daher wurde versucht, möglichst viele Komponenten der V1 zu übernehmen. Grund für die "Opferung" war ein leerer Empfängerakku, der eingesetzte 1700 NiCd-Akku war nach 45 Minuten überraschenderweise schon leer - damit war klar, dass die V3 eine redundante Stromversorgung bekommen sollen.
Stromversorgung: Die Stromversorgung übernimmt ein 1800er 2S Lipo , der an einen 8A Linear-BEC angeschlossen ist und 6V liefert. Zur Sicherheit wird zusätzlich ein 3A UBEC parallel zum Regler an den Antriebsakku gehängt, um im Falle eines leeren Empfängerakkus den Weiterflug zu ermöglichen. Um den Hauptstrom aus dem Empfängerakku zu ziehen, wird das UBEC mit der 5V Einstellung betrieben. Die beiden (U)BECs sind mit SB530-Schottky-Dioden versehen, damit kein Rückfluss auftritt.
Antrieb: Als Antrieb wird der Antrieb aus dem V1 verwendet: Plettenberg Orbit 25-12, Jeti Advance 70 Opto und einer Aeronaut 14x9" Klappschraube an 3S 3200er Kokam H5 30C. Die V3 erfordert einen 42mm Spinner. Später wurde (siehe unten) auf 4S 3200 Kokam H5 30C, 14x6" umgerüstet
Servos: Für die QR kommen HG-D250HB (13mm, Digital, Carbonite) und für die WK HG-D250MG (13mm, Digital, Metallgetriebe) von Ino-Lab zum Einsatz. Beides Servos der 13mm-Klasse, beides qualitativ hochwertige Servos mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis; leider gibt es diese Serie nicht mehr bei HobbyCity, diese Servos sind nur mit heftigem Aufschlag von Graupner/Robbe erhältlich. Auf dem Höhenruder kommt das bewährte und exzellente Futaba S3150 zum Einsatz. Für das Seitenruder arbeitet das Towerpro MG996R Standard-Servo, welches durch ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt, sehr stark und hinreichend Stellgenau ist.
Empfänger: Zuerst wurde der Schulze Alpha 8.35 verwendet, ein perfekter Empfänger, dann kommt der AR9000 von Spektrum zum Einsatz, der durch einen zusätzlichen Satelliten-Empfänger im Heck ergänzt wurde (nicht notwendig, aber wenn man die Möglichkeit hat, kann man sie nutzen). Das ergibt also vier unabhängige Empfänger (2 im AR9000, zwei Satelitten) - das ist doch mal "richtig" redundant. Aufgrund unserer Tests wären auch mit dem AR7000 und nur einem Satelitten mit keinen Reichweitenproblemen an der Sichtgrenze zu rechnen.
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Motor | Prop | Regler | Akku | Empfänger |
Plettenberg Orbit 25-12 | Aeronaut 14x6" | Jeti Advance 70 Opto | Kokam H5 3200 30C 4S1P | AR9000 |

 FlugeigenschaftenDer aus dem V1 verwendete Antrieb (Plettenberg-Orbit 25-12 an 14x9" Aeronaut) konsumiert 45A an 3S 3200er. Die Flugleistungen damit sind völlig ausreichend. 500W reichen also für den Segler aus, um gut auf Thermik zu kommen. Der wechsel auf 4S 3200er verschaft dem 3XL fast senkrechte Steigleistungen, jedoch ist der Motor anschließend "ungesund" heiß. Eine 14x6" ist die Lösung für 4S - leider liegen noch keine Strommessungen vor.
Der 250g wiegende Motor, der 4S 3200er Kokam Akku am Anschlag vorne, der 1800er 2S Empfängerakku und das nicht ganz leichte Linear-BEC sind notwendig, um den Schwerpunkt einzuhalten. Es macht also keinen Sinn, einen besonders leichten Motor in den 3XL einzubauen.
Die Flugeigenschaften entsprechen der V1, nur noch etwas "Großmodelliger". Der 3XL fliegt unkritisch, mit dem Schwerpunkt kann man schön die Flugeigenschaften einstellen. Die Butterfly-Stellung (Wölbklappen unten, Querruder oben) sind unbedingt erforderlich, um die Masse des 3XLs zum Landen zu "zwingen". Trotz Klappen sollte der Platz nicht zu klein sein, wenn Hindernisse im Landeanflug überflogen werden müssen. Die Erwartungen an die Wölbklappenwirkung sollte man wegen des Eppler 205 nicht überbewerten.
Der LastDown 3XL fliegt sehr präzise, dazu tragen die spielfreien Anlenkungen und die Digital-Servos bei. Der 3XL reagiert trotz maximal möglicher Ruderausschläge nur mittelmäßig schnell, dass ist kein Manko, sondern ein Tribut der Modellgröße. Digital-Servos sind deshalb nicht unbedingt zwingend erforderlich.
Die Thermikeigenschaften konnten nicht nicht geprüft werden, wie die V1 lässt sich der 3XL auch recht eng kreisen - das ist schon sehr positiv. Hier ist aber nichts negatives zu erwarten, die V1 ging bereits in der Thermik richtig gut! Kunstflug macht richtig Spaß, die Maße sorgt für ordentlich Durchzug bei Loops, Rollen usw. Der 3XL ist also voll kunstflugtauglich, hält dabei auch einiges aus, sollte aber nicht überlastet werden.
Die Tragflächen wackeln wesentlich weniger als bei der V1 und die Optik ist im Flug um einiges schöner, da die Bespannung geändert wurde und die 3.6m noch etwas eleganter als die 3.2m aussehen.
FazitDie V3 des LastDowns ist ein voller Erfolg. 3.6m Spannweite für EUR 219.- das macht einfach Spaß und lässt über die kleinen Unschönheiten (deutliche sichtbare Naht beim Rumpf, fummlige Montage des Flächenverbinders und die beschränkte WK-Einstellbarkeit des Epplers 205) hinwegsehen. Was bleibt ist ein ausgereiftes Modell mit Allround-Flugeigenschaften, dass sich im Flug nach Großmodell anfühlt und gute Thermikqualitäten erwarten lässt.
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Positiv:
3.6m Spanweite
gute Allround-Flugeigenschaften
viele Verbesserungen zur V1
super Preis-/Leistungsverhältnis
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Negativ:
nur Kleinigkeiten
| Wertung: 9.25 von 10 für Leute, die viel Spannweite zu wenig Geld haben wollen und nicht an der Qualität sparen möchten |
Dieser Artikel wurde 2009-01 hinzugefügt. Letztes Update: 2009-01
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