
 Eleganter Jet aus einer Styropor-Art. Robbe liefert die Concorde für ca. 90 Euro incl. 2 Stück 400er Motoren und Luftschrauben aus. Die Concorde überzeugt durch ihr Aussehen, jedoch sollte man beim Bau auf einige Dinge achten.

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Spannweite | Gesamtflächenbelastung | Fluggewicht | Preis |
790mm | 39g/dm² | 1100g | € 90.- |



 Wirklich schwierig ist der Aufbau nicht, alle wichtigen Teile liegen schon fast fertig in einer Styropor-Art vor. Das Styropor (bei Robbe heißt es Arcel) ist recht schlagfest und gut für solche Modellflugzeuge geeignet. Die Verarbeitung erfolgt hauptsächlich mit Sekundenkleber und Aktivator. All zu leichtfertig sollte man aber nicht an den Zusammenbau der Concorde gehen, da es einige wichtige Punkte zu beachten gibt, die ich leider bei meiner Concorde nicht gemacht habe:
Die Ruder werden über Plastikscharniere an den Rumpf befestigt. Hier sollte man beim Bohren der Löcher für die Scharniere und das Verkleben wirklich sehr gut aufpassen, dass die Ruder dann nicht über die Fläche hinausstehen und vor allem, dass kein Kleber in die Scharniere läuft und man die Ruder dann nicht mehr bewegen kann! (so ist es bei mir nämlich passiert).
Die Führung für die Gestänge sind relativ stark in den Führungsröhrchen gebogen, das erzeugt hohe Kräfte, die die Servos erst mal verarbeiten müssen. Klebt man die Führungsröhrchen mit Sekundenkleber ein, so reicht schon ein kleiner Tropfen, der danebengeht, um das gesamte Gestänge festzukleben. So ist mir das leider auch passiert.
Die Querruder werden über ein Servo angesteuert und die beiden Höhenruder ebenfalls. Naja, da hätte man lieber nur zwei Ruder gemacht und die mit zwei Servos und Delta-Mixer angesteuert.



 Viel Technik bietet meine Modell-Concorde nicht. Sie wird standardmäßig mit zwei billig 400er Motoren geliefert, dazu gesellen sich die klassischen ultra-billig Luftschrauben 12.5x11cm. Als Regler verwende ich den Graupner Power v60, der sich gerade so in die dafür vorgesehene Öffnung quetschen lässt. Geflogen wird mit RC-2/3 SC und 8 Zellen. Zum Einsatz kommen die Standard-Servos "Carson" von Conrad, für 5 Euro das Stück. Zu diesen Servos gibt es folgen zu sagen: Sie sind billig, laut und funktionieren. Trotzdem würde ich sie nicht mehr kaufen - das Spiel ist groß und einen Servo hab ich mal aufgeschraubt, prompt ist mir aufgrund einer kalten Lötstelle gleich mal ein Kabel vom Potentiometer entgegen gekommen - sehr vertrauenswürdig für den Flugeinsatz. Ich würde in Zukunft nur noch zu JR/Graupner Standard-Servos (oder von mir aus Futuba oder Hitec) greifen, da die 5 Euro, die die mehr kosten, es locker wert sind.

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Motoren | Luftschraube | Regler | Akku | Servos | Empfänger |
Made in China 400er | Günni 12.5x11cm | Graupner Power v60 | 8 Zellen Sanyo RC-2/3 SC (NiCd) | Carson 13374 Standard-Servos | ACT Micro-DSQ8 |



 Am Start macht der Flieger trotz der schwachen Motoren überhaupt keine Probleme. Egal ob mit der 2/3 Sub-C Zelle oder auch der 4/5 SC. Die Flugleistungen sind mit beiden Akkus relativ identisch, beide Male ist der Akku extra weit hinten (selbst das reicht noch nicht, ich musste noch Trimmgewichte anbringen). So richtig geht einem mit der Motorisierung keiner ab. Die Flugeigenschaften sind insgesamt gut, wenn auch die Concorde keine wirklichen Highlights bietet. Trotz meiner unpräzisen Ruder fliegt sich die Concorde doch noch akzeptabel, das Flugbild kann als ungewöhnlich angesehen werden. Bedingt durch ihre Delta-Flügel geht die Concorde in engen Kurven enorm runter, bzw. wenn man das kompensiert enorm rauf, wenn man die Kurve wieder aufmacht. Die Landungen gehen mit mäßiger Geschwindigkeit und hoch angestellter Nase von statten. Bei jeder Landung hat es mir bis jetzt unten die Motorabdeckungen beschädigt, selbst als sie abgeklebt waren. Da muss ich mir noch was einfallen. Aufgrund der Flugeigenschaften ist die Concorde nicht für Einsteiger geeignet.



 Das Brushless Tuning stammt nicht von mir, sondern von einem Bekannten (Kontakt vermittle ich gerne). Die beiden 400er Motoren sind für "ernsthaften" Modellflug sowieso nicht geeignet. Um so interessanter finde ich die Idee, zwei Außenläufer (Typhoon 06-15 von HET) an selbstgebauten Motorspanten einzubauen. Bei 6.5x5.5" Graupner Luftschraube werden etwa 32 A gezogen - damit geht die Concorde endlich so, wie sie gehen soll - Jet ähnlich. Die Fluggeschwindigkeiten sind nicht vergleichbar mit den 400ern, für eine ordentliche lange Zeit geht sie sogar senkrecht. 6.5x6.5" sorgen noch für etwas mehr Fluggeschwindigkeiten, der verwendete Akku (3400mAh 3S2P LiPo 11.1V von E-Flight.ch) mit maximal 10C (34A) verbietet aber die Verwendung der etwas höheren Steigung - damit läge der Strom bei über 34A.
Da zwei Brushless-Motoren nur wirklich sauber mit zwei Reglern laufen, werden zwei Jeti Advance 18-3P BEC verwendet - die mit den 18A Dauerstrom gut zu den Motoren passen (wenn sie auch nicht über das 4. Timing der Master-Serie verfügen, was besser zu den Außenläufern passt). Dazu kommt noch ein Hitec HFS-04MG Empfänger, der mit den zwei Servos und den zwei Reglern "voll" ist.
Diese Antriebsvariante scheint mir insgesamt sehr ausgewogen zu sein - die leichten Motoren, dazu der leichte Akku von etwa 250g sorgt für ordentlich lange Flugzeiten. Gewichtsmäßig ist die Concorde damit vergleichbar mit den 400ern und den 8-Zellen 2/3 SC, aber um längen besser motorisiert. Meiner Meinung nach sollte man Geld investieren, damit die Concorde - nicht wie meine - nur noch rumliegt. Auch wurde bei der Concorde die Ruder etwas sauberer gelöst, als bei meiner... Insbesondere, da etwas später Quer- und Höhenruder auf jeder Seite zusammengefasst wurden und nun - wie beim TwinJet - perl Delta Mix angesteuert werden (siehe Bild, normalerweise gibt es ziemlich zweitklassige Ruderscharniere).
Nicht unterschätzen darf man die Gefahr der Props, die mit den 16.5cm Durchmessern während des Starts schon mal einen Finger "ankratzen". Das Bild dazu habe ich hier und ich denke nicht, dass ich es online stellen werden...

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Motoren | Luftschrauben | Regler | Akku | Empfänger |
2xHET Typhoon 06-15 | Graupner 6.5x6.5" | Jeti Advance 18-3P BEC | 3400mAH 3S2P LiPoly (E-Flight.ch) | Hitec HFS-04MG |




 Eindeutiges Highlight der Concorde ist das Aussehen. Vor allem ist das Flugbild sehr ungewöhnlich. Styro-Jet-Fans greifen zum Twin-Jet, Leute, die etwas ungewöhnliches haben wollen und ein ähnliches Modell beherrschen, greifen zur Concorde - am besten natürlich Brushless.
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