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 Kunstflug-Modell aus Elapor Plus mit ein paar Problemen...

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Spannweite | Länge | Tragflächeninhalt | Profil | MPX Nr. | Preis |
1095mm | 1030mm | 36dm² | MPX | 214152 | € 75.- |



 Die Skycat kommt in großen Elapor-Plus Teilen. Der Zusammenbau ist nicht besonder schwierig, mit einer guten Heißklebepistole ist der Aufbau kein Problem. Allerdings kommen beim Aufbau dann doch etliche Probleme: Die Fläche will mit dem Rumpf verklebt werden. Dies geht noch wunderbar. Allerdings ist bei mir das Leitwerk hinten schief - wie das passieren kann, weiß ich nicht, da alles exakt ineinander passt. Zudem klafft ein Spalt kurz vor dem Leitwerk - und ich wüßte auch nicht, wie der zustande kommt, den die Teile passen alle ineinander. Die Servos werden ebenfalls einfach per Heißkleber eingeklebt, man kann sie mit Tesa umwickeln, in Schrumpfschlauch einwickeln ist sinnlos.
Der Motorspant ist aus Holz, den man fein säuberlich zusammenbauen darf und dabei unbedingt den Seitenzug beachten sollte (der ist nämlich in meiner Anleitung verkehrt). Der Motorspant muss dringend verstärkt werden, am besten mit mehrlagigem Glas-Faser-Matten, denn sonst passiert das, was mir am Anfang gleich passiert ist: Der erste Außenläufer (Jamara Twister 09/25) flog bei dem ersten Test gleich mal samt Motorspant durch die Gegend (Schock!), leider wurde dabei der Motor so beschädigt, dass er nun sein weiteres Leben auf einer Mülldeponie fristet. Erst nach mehrlagigem Aufbringens der Glas-Faser-Matte mit Epoxy war dann Ruhe. Was ist das Problem? Der Motorspant ist so instabil, dass vorne Vibrationen entstehen. Selbst mit ausgewuchteten Luftschrauben ist die Unwucht größer, als der Motorspant dies aushält. Erst wenn der Motorspant kräftig verstärkt wird, vibriert nichts mehr und der Motor fliegt nur noch MIT der Skycat.



 Als Servos kommen zwei Hitec HS-81 für die Querruder und zwei HS-81MG für Seitenruder und Höhenruder zum Einsatz. Hinten empfehlen sich dringend Metallgetriebe-Servos, da insbesondere das Seitenruderservo schon gerne mal bricht. Dadurch das das Spornrad direkt am Seitenruder angebracht ist (und nicht mit am Rumpf), erwarte ich mir hinten bald Probleme. Das Höhenruder und besonders das Querruder sind schwergängig, die Servos haben deutlich zu tun.
Das Thema Motor ist ziemlich traurig (siehe oben). Grund ist der Motorspant vorne. Als erster Antrieb kam bei mir ein Jamara Twister 09/25 mit 10x4" APC-Luftschraube. Resultat: Motorspant zerfetzt, Motor durch die Gegend geflogen und leider die Kabel des Motors abgetrennt. Fazit: Motor nicht mehr verwendbar.
Zweiter Motor: Jamara Twister 19/40 mit APC 13x6.5" und APC 14x7" (jeweils Elektro). Der Motor überzeugt durch seinen Preis, dreht 1000rpm/V und verkraftet 30A Dauerstrom, 45A für 30sec. Die Twister Motorenserie finde ich gut, vor allem für den Preis. Die Verarbeitung ist ebenfalls völlig in Ordnung. Leider kommen die Twister nicht ausgewuchtet, was aber für die Praxis nicht wirklich schlimm ist. Abschließend eine - für den Preis - überzeugende Motorenserie. Ich mag den Twister (stammt von Cyclon Brushless). Allerdings muss man ganz klar sagen, das die Orbit Serie von Plettenberg in Bezug auf Rundlauf, Belastbarkeit und Qualität schlicht und ergreifend eine andere Klasse sind!
Mit der APC Elektro 13x6.5" ergibt sich ein Standstrom von etwa 38A bei 8xSanyo SC 2400mAh. Das liegt über dem zulässigen Dauermotorstrom, trotzdem sind Dauervollgasflüge kein Problem. Ideal ist die APC Elektro 14x7", die einfach noch besser zur Skycat passt, als die 13".
Der verwendete Jeti Advance 70-3P wird dazu auf Timing "hart" gestellt, entspricht bei der Master Serie Timing 3. Timing 4, welches für Außenläufer noch einen Tick besser geeignet wäre, steht dem Advance nicht zur Verfügung. Angesichts des Preises, den ich für den Jeti Advance gezahlt habe, ist der verzicht auf das vierte Timing mehr als verschmerzbar. Bremse aus, denn dann baut man mit "Motor aus" zusätzlich Höhe ab.
Zu guter letzt kommt noch mein Graupner C17 Empfänger zum Einsatz, der liegt hinten im Rumpf, was sehr gut ist: Der C17 mag es nicht, irgendwo in der Nähe vom Regler zu sein (einen C17 würde ich mir niemals nachkaufen, wenn er richtig eingebaut ist, macht er aber auch nie Probleme).

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Motor | Luftschraube | Regler | Akku | Servos (Q/H+S) | Empfänger |
Jamara Twister 19/40 | APC E 14x7" | Jeti Advance 70-3P BEC | 8xSanyo SC2400 | Hitec HS-81/HS-81MG | Graupner C17 |



 Es dauerte ein bisschen, bis ich die optimale Abstimmung für die Skycat gefunden habe. Mit der APC 14x7" steigt die Skycat gut, kurze Senkrechtflüg sind drinnen. Die Fluggeschwindigkeiten sind eher langsam bis mittel und das ist schön, denn so kann man die Skycat sehr präzise innerhalb doch relativ enger Grenzen fliegen. Rollen gehen absolut präzise, von Loopings, Außenloopings etc. braucht nicht geredet zu werden, dies gehört bei der Skycat zum Standard. Durch das Elapor ist sie in der Luft quasi unzerstörbar. Man kann engste Kunstflugmanöver fliegen, die Flächen biegen sich durch, alles kein Problem!
Das Fahrwerk stellt sich sehr schnell als Problem heraus. Etwas ruppigere Landungen (aber noch lange keinen oder Starts auf leicht unebenen Pisten sorgen gleich dafür, dass das Fahrwerk abreist oder sich verbiegt (Fahrwerk hochbiegen!). Die Reparatur ist zum Glück sehr einfach. Heißkleber drauf, Fahrwerk ist sofort wieder am Rumpf. Fertig. Leider verliert man bei jedem Fahrwerksbruch auch gleich einen Propeller, am Anfang habe ich einige Propeller verbraucht (teurer Spaß, Klappluftschrauben sind für den Anfang empfehlenswert). Warnen kann ich auch davor, die Skycat zu langsam (und ohne Motor) im Landeanflug anfliegen zu lassen, kein anderes Flugzeug ist mir im Landeanflug auf den Boden geknallt, weil die Mindestfluggeschwindigkeit unterschritten war. Die Skycat nimmt nicht die Nase runter, sondern hört einfach das Fliegen auf. Und das alles sehr überraschend. Die Reperatur ist zum Glück dank des Elapor kein Problem und selbst größere Schäden sieht man nachher meist gar nicht mehr. Auch von der Straße starten kann tükisch sein, wenn die Straße links z.B. durch einen Zaun begrenzt ist. So schnell kann man gar nicht mit dem Seitenruder eingreifen, bis man natürlich links in die Begrenzung reinfährt, obwohl natürlich rechts alles frei ist - also lieber ein ebenes Feld.
Wenigstens hält das lappige Seitenruder hinten doch erstaunlich viel aus und auch das winzige Spornrad war bis jetzt noch kein Problem. Metallgetriebeservos hinten sind also perfekt. Als praktisch erweist sich der Haubenverschluss (mit Gummi schnappt er einfach ein), der Akku wird durch das Elapor nicht gerade gekühlt (Akkutemperatur bleibt aber im grünen Bereich).
Varianten: Sicherlich mit 10x4/5SC (1600mAh) und später vielleicht auch mal mit 8xGP3300 oder 10xGP2200. Testweise habe ich auch schon den Flyware F6 eingebaut, der allerdings dann für die acht Zellen zu langsam dreht und eine größere Luftschraube als 14" ist einfach wegen dem Fahrwerk nicht empfehlenswert. Reizvoll und auch für später mal geplant ist der Einsatz des Plettenberg Orbit 25-12, der mit der APC 14x8" Luftschraube und 10 Zellen bei 56A 28N Standschub bringt. Damit wird die Skycat dann zum 3D-Funflyler... Mal schauen, ob da dann nicht die Ruderausschläge zu gering sind... Meine ersten Experimente waren jedenfalls wieder ein Tiefschlag, da bei höheren Prop-Drehzahlen der ganze Motorspant wieder zu vibrieren anfängt. Ich könnte kotzen...



 Meine Tipps für ein besseres Leben mit der Skycat:
Motorspant verstärken; mit Gfk laminieren, wie auch immer, aber er muss verstärkt sein
Auf den Seitenzug achten! (der Anleitung nicht unbedingt trauen)
Seitenruder nur mit Metallgetriebeservo versehen, sonst keine schwachen Servos verbauen
Fahrwerk höher biegen, dann hält es mehr aus (reißt aber auch schneller ab)
Ggf. Klappluftschrauben nehmen (auf die SkyCat gehört sowas eigentlich nicht, daher investiere ich lieber in die 10. APC Luftschraube
Mit zum Flugplatz gehören: Heißklebepistole (anschließbar z.B. am Spannungswandler) und ein Reserve-Prop
Starts nur auf ebenen Pisten, Landungen nur mit Schleppgas
Am besten zwei bestellen. Die erste fliegen, Schwachstellen erforschen und dann die zweite besser machen!


 April 2006: Die Skycat ist nicht mehr auf dem Markt verfügbar; aufgrund der Mängel wundert mich das nicht wirklich; das Nachfolgemodell ist der Acromaster.


 Die Skycat ist zwiespältig: Mängel bei der Konstruktion (vor allem Motorspant, Fahrwerk), dann aber auf der anderen Seite das neutrale, präzise Flugverhalten und der hohe Flugspaß. Ich mag sie - ich habe viel Freude mit ihr. Aber eben auch viel Arbeit, weil es immer wieder Probleme gibt.
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